Konzept

 

Die Alte Kantine des Ausbesserungswerkes soll revitalisiert und einer neuen Nutzung zugeführt werden.

Während der Bebauungsplan eine gastronomische Nutzung vorsieht, hat der Rat der Stadt Köln sich am 07.10.2010 für die Errichtung einer Kindertagesstätte mit Familienbegegnungsstätte eingesetzt. Diese Nutzung harmonisiert mit der umliegenden autofreien Wohnbebauung. Das Gebäude wird vom A.A.K. e.V., einem gemeinnützigen Verein, betrieben, den die Stadt Köln als Betreiber ausgewählt hat.

Der gesetzlichen Verpflichtung zur Errichtung von Kinderbetreuungsplätzen für Kinder unter 3 Jahren folgend, wird die Kindertagesstätte zwei sog. „u3“-Gruppen mit den dazugehörigen Schlafräumen und Sanitäreinrichtungen erhalten. Die wirtschaftliche Nutzung einer solchen Einrichtung (Personalschlüssel, Mahlzeitenversorgung etc.) erfordert die Erweiterung um 2 „normale“ Betreuungsgruppen zu einer 4-zügigen Tagesstätte. Die Einrichtung erhält zusätzlich Räumlichkeiten, die den Eltern im Rahmen eines „Familienzentrums“ die Möglichkeit zum Erfahrungsaustausch bieten und als örtlicher Anlaufpunkt für Eltern und Anwohner dienen sollen.

Der Raumbedarf der dargelegten Funktionen übersteigt die vorhandenen Kapazitäten der Kantine, so dass eine ergänzende Bebauung unerlässlich ist. Dabei soll der Charakter des Gebäudes im Sinne des Denkmalschutzes erhalten bleiben.

Die Planung sieht die Integration von 2 Gruppen und den Allgemeinbereichen der Kindertagesstätte in das Bestandsgebäude vor. Die Betriebsräume werden in die bestehende Raumstruktur eingepflegt und die Gruppenräume in den Bereich der bestehenden Halle gelegt. Die Einbauten in der Halle werden so geplant, so dass die denkmalgeschützten Deckenbereiche geschützt werden.

2 weitere Gruppen und die Räume der „Familienzentrums“ werden an der Südseite des Bestandes durch den Neubau eines Gebäuderiegels geschaffen. Der im rechten Winkel zur Kantinenhalle stehende Riegel bildet einen eigenen Kubus, der sich in seiner Materialität deutlich von der Klinkerfassade der Kantine absetzt und nur durch ein schmales Verbindungselement angeschlossen ist.

Die Gesamtmaßnahme lässt die bestehende Kantine in ihren Dimensionen als eigenständiges Gebäude wirken. Die Außenräume berücksichtigen mit dem Spielgelände sowohl die Belange der Kinderbetreuung als auch die des angrenzenden Bürgerparks, der die Kindertagesstätte umfängt und erschließt. Wie zu früheren Zeiten der Nutzung als Kantinengebäude wird der Bau zu einem Anlaufpunkt, einem lebendigen Zentrum der ihn umgebenden Nutzflächen.

24.11.10

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